Super Nintendo (SNES) – ein Relikt meiner Kindheit

24. April 2013 | Seenadel

Ich habe es endlich getan – nach langem liebäugeln mit Angeboten bei Ebay, habe ich mir endlich einen Super Nintendo (kurz: SNES) gekauft. Natürlich mit dem Klassiker schlechthin für den Super Nintendo, nämlich Super Mario World. Ich sage übrigens „der“ Super Nintendo und nicht „das“, nur als Anmerkung für Leute, die sich wundern.

Des Weiteren ist dies der erste Artikel in einer neuen Kategorie auf meinem Blog, nämlich der Retro Kategorie. Hier kommt in Zukunft alles aus der Vergangenheit rein ;).

Hier erstmal ein Bild von dem guten Stück:

Super Nintendo (SNES) mit Super Mario World

Meine Konsolenerfahrung

Meine früheste Kindheitserinnerung ist ein Nintendo (NES). Damals war ich allerdings noch so jung, dass ich mich kaum wirklich erinneren kann.

Etwas später bekam mein Bruder dann einen Super Nintendo, ich einen Sega Mega Drive. Beides sehr gute Konsolen. Den Sega Mega Drive hatte ich mir vor einigen Jahren erneut gekauft wegen Spielen wie Sonic oder James Pond (ja, „Pond“), allerdings wurde dieser wieder verkauft, da die Spiele einfach nicht an Super Nintendo Niveau herankamen – Super Mario ist eben nicht ersetzbar!

Danach ein Nintendo 64, den ich immernoch habe und den ich demnächst auch nochmal anschließen möchte (günstige Ebay Spiele locken).

Dann war erstmal viele Jahre Pause, da ich fast nur noch am PC tätig war.

Während meines Zivildienstes hatte ich auf einmal etwas mehr Kohle, weswegen ich mir dummerweise eine Wii besorgte. Das hat mir gezeigt, dass in mir immernoch ein Core-Gamer steckt, der mit einer solchen Kost nicht zufrieden zu stellen ist. Super Mario Galaxy und Resident Evil 4 waren zwar gute Spiele, aber nichts, was einen dauerhaft halten könnte.

Mit dem Geld, das ich durch den Verkauf der Wii bekam, hab ich mir dann eine Xbox360 geholt – endlich wieder richtige Spiele wie Fallout 3 oder Battlefield.

Die Xbox360 ist immernoch da (wenn auch eine andere Konsole, Defekt sei dank) und auch der Nachfolger wird definitiv geholt.

Wieso ein Super Nintendo, wenn man eine Xbox besitzt?

Das hat mit Sicherheit mehrere Gründe:

Für mich blieb der Super Nintendo immer etwas mysteriöses und geheimnisvolles, da wie gesagt, nur mein Bruder einen hatte. Ich konnte zwar ab und zu dran, aber nie „richtig“.

Des Weiteren ist die Grafik einzigartig. Ältere Menschen oder Kiddys würden sie wohl als „scheiße“ bezeichnen, Kenner als „liebevoll“ und „nostalgisch“. Alleine die Grafik von Super Mario und Zelda ist für mich wunderschön.

Ein Spruch, den ich schon öfter im Internet gelesen habe, dem ich aber definitiv zustimmen kann, ist: „Früher wurden die Spiele noch mit Liebe gemacht“. Es gab keine DLC’s, die einem das Geld aus der Tasche ziehen wollen, keinen Online-Zwang – einfach das Spielmodul rein und los geht’s.

Als letztes Argument der Nostalgie-Faktor: Diese Spiele erinnern Leute wie mich an unsere Kindheit. Ich fände es schrecklich, wenn meine früheste Kindheitserinnerung, zumindest was Videospiele angeht, ein 0815 Shooter à la Call of Duty wäre (mal ganz davon abgesehen, dass das Spiel ab 18 ist).

Macht Super Mario World denn noch Spaß?

Definitv! Ich konnte gestern kaum aufhören und war sehr über den Schwierigkeitsgrad überrascht. Im dritten Schloss habe ich alle meine Leben verloren und musste darüber staunen, dass ich die Level davor nun auch nochmal machen musste.

Ich halte Super Mario für zeitlos und denke, dass man es immer wieder spielen kann. Auch im hohen Alter noch.

Wo findet man noch einen günstigen Super Nintendo?

Da kann ich als günstigste Variante Ebay angeben. Sonntag Abend waren rund 1000 Konsolen-Angebote online – an Angeboten mangelt es also nicht.

Je nachdem, ob man bei einer privaten Auktion mitbietet oder einen gewerblichen Händler wählt, zahlt man für einen Super Nintendo mit allen nötigen Kabeln ungefähr 40€.

Die Spiele kosten meist zwischen 10€ und 30€, manche auch unter 10€, manche um die 100€.

Wirklich günstig sind die Spiele also nicht – doch es lohnt sich.

Fazit: Hat sich der Super Nintendo gelohnt?

Ja! Insgesamt habe ich etwa soviel ausgegeben, wie für ein günstiges neues Spiel zum Veröffentlichungsdatum.

Zumal das vor allem die Konsole war, neue Spiele können ja noch dazu gekauft werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

PD
13. September 2013 um 17:06 Uhr

Hoi,

das, was du da oben beschreibst, kenne ich sehr gut! Tatsächlich bin ich mit dem SNES, allerdings wenig später mehr, mit dem N64 aufgewachsen. Die schönsten Erinnerungen gelten dem SNES, aber der meißte Spaß der N64, weil die Möglichkeiten von Spielen wie Perfect Dark, Zelda & Co. alle Spiele der SNES übertrafen. Noch heute, ja, sogar jede Woche spiele ich auf dem PC alte Klassiker, die ich gut verschachtelt in einem Schrank liegen habe (von einigen Titeln habe ich sogar gleich mehrere, falls eines mal ausfällt und 3 N64 mit drum und dran). Doch wenn einem das Fieber mal wieder packt und der Kompan von damals (hier mein Bruder) auch da ist, dann wird die Konsole angeworfen und zusammen über Stunden gespielt. Das erfüllt das Nostalgikerherz, doch irgendwie nicht immer ganz aus. Denn damals, so scheint es heute nur, war es noch schöner (vllt. weil diese Sachen damals aktuell waren, noch produziert wurden und man nicht alleine da stand und sagen konnte: das Spiel ist geil). Mal abgesehen vom der Nostalgie, finde ich Spiele wie Perfect Dark oder OoT oder Majoras Mask weit aus besser und immernoch unterhaltsamer, als Battlefield Black Ops (o.ä.), welche ich vllt 1 Stunde spielte und dann keine Lust mehr hatte.

Genießt die Dinge der Kindheit, denn man weiß nie, wie lange sie noch laufen…

Seenadel
13. September 2013 um 17:30 Uhr

Habe die Wochen auch nochmal mit einem Kumpel Mario Kart 64 gezockt und es war ein Genuss 😀

Ich finde aber auch, dass die Spiele damals besser waren, weil sie etwas mystisches hatten wegen den Secrets… Heute erfährt man jeden scheiß durch das Internet. Damals musste man Freunde befragen oder Zeitschriften und vieles blieb einfach unklar, weil man keine Informationsquellen hatte…