Piwik als Alternative für Google Analytics

09. Dezember 2013 | Seenadel

Vor einigen Tagen bin ich auf einen Artikel mit dem Thema „Abmahnungen durch Google Analytics“ gestoßen. Es ging dabei darum, dass es in Deutschland unrechtmäßig ist, die Gewohnheiten eines Benutzers mit Hilfe von Analysediensten wie Google Analytics festzuhalten, sofern die IP-Adressen vollständig abgespeichert werden. Daraufhin habe ich etwas weiter recherchiert und erfahren, dass man Einiges tun muss, damit man Google Analytics überhaupt legal benutzen darf. Wer sich für die Details und die Umsetzung interessiert, der kann sich auf diesem Blog weiter mit dem Thema beschäftigen.

Kurzfassung: Was muss man tun, damit man Google Analytics (in Deutschland) einsetzen darf?

  1. Einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung unterzeichnen und an Google senden
  2. Google Analytics Code dahingehend anpassen, dass die IP-Adressen anonymisiert werden
  3. Impressum bearbeiten
  4. Alte Daten löschen

Umstieg auf Piwik

Das war für mich der Punkt, an dem ich mich nach Alternativen umgeschaut habe. Nach einiger Recherche bin ich auf Piwik gestoßen. Funktioniert so ähnlich wie Google, allerdings werden die Daten auf dem eigenen Server gespeichert, was datenschutzrechtlich ziemlich relevant ist. Trotzdem gibt es auch hier Einiges zu beachten.

  1. Anonymisieren der IP-Adressen (durch ein Plugin sehr leicht umzusetzen, das von Werk aus bereits installiert ist)
  2. Anpassen des Impressums

Man sieht, der Aufwand ist bei Piwik nicht so enorm, da die Daten auf dem eigenen Server gespeichert werden, und deshalb keine speziellen Verträge abgeschlossen werden müssen.

Meine Erfahrungen mit Piwik

Piwik war innerhalb weniger Minuten installiert, der Code eingebaut und die wichtigsten Einstellungen getätigt. Man hat auf der Startseite ein Dashboard wie bei Google Analytics, allerdings kann es einfacher und schneller angepasst werden. Außerdem sind die Individualisierungsmöglichkeiten ausgeprägter als bei Google Analytics. Es gibt verschiedene „Kästen“, die verschiedene Informationen enthalten. Diese Bausteine können individuell angeordnet, ausgeblendet oder eingeblendet werden, sodass das Dashboard nach den eigenen Wünschen gestaltet werden kann.

Bisher bin ich sehr zufrieden mit Piwik, da einige Funktionen um einiges praktischer sind. Ich bekomme auf einen Blick mehr und interessantere Informationen als bei Google Analytics. Außerdem muss ich mich nicht ständig einloggen (habe verschiedene Google-Accounts, weswegen ich mich oft umloggen muss).

Wer eigenen Webspace hat und eigene Datenbanken anlegen kann, dem kann ich Piwik nur ans Herz legen. Das Programm ist ebenfalls kostenlos und lässt sich intuitiv bedienen. Man muss allerdings ebenfalls dafür sorgen, dass das Impressum angepasst und das entsprechende Plugin aktiviert wurde.

Über Piwik

Piwik ist ein Open-Source Programm, das bis heute in 48 verschiedenen Sprachen erhältlich ist. Es wird weltweit bereits auf knapp einer halben Million Webseiten genutzt. Es gibt ein Plugin-System und viele Einstellungsmöglichkeiten, mit denen ich mich allerdings noch gar nicht richtig beschäftigt habe. Ich bin mir sicher, dass ich in Zukunft noch viel Freude mit Piwik haben werde. 😉

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Marco
30. Dezember 2013 um 03:42 Uhr

Früher besass ich auf meinem Blog ebenfalls Piwik. Doch nach einem Serverumzug setzte ich auf Google Analytics. Erstmals war ich aber überwältig vom Umfang, was mir da von Google geboten wurde. Hatte erst mal auch so meine Mühe mich dort überhaupt zurechtzufinden. Bei Piwik stellte sich der Anfang als deutlich leichter heraus.

Seenadel
30. Dezember 2013 um 12:47 Uhr

Sind beides gute Analyse-Programme, aber mir war das zuviel Stress Google Analytics „legal“ zu nutzen.